Eisbrecher
Preussen Tempera, 49x63 cm sig. u.r.: Walter Lietz,
1935 Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Der gebürtige Stettiner absolvierte eine Lehre als Dekorations-,
Schrift- und Kirchenmaler. Anschließend bildete er sich unter Anleitung
von Prof. Schmidt sechs Semester lang an der Kunstgewerbeschule Stettin
weiter. Daß er von dem 1931 verstorbenen Willy Stöwer den »letzten
Schliff« bekommen habe, dürfte nicht korrekt sein. Er war im Auftrag
vieler in- und ausländischer Reedereien tätig; im Krieg wurde der Soldat
von seinen Vorgesetzten zur Glorifizierung des Kampfes angehalten. Nach
1945 lebte er in Westfalen und interessierte sich für die Landschaft
Nordfriesland, für Hamburg und das Eibgebiet.
Der Eisbrecher Preussen repräsentierte einen älteren Typ
deutscher Eisbrecher, die für den Einsatz vor der Küste und den
deutschen Flüssen zwischen den Weltkriegen gebaut worden waren. Das 677
BRT große Schiff wurde 1920 in Dienst gestellt und lief mit einer
Dreifachexpansionsmaschine von 1800 PSi 12 Knoten. 1968 wurde die
Preussen in Lübeck abgewrackt.