Öl auf
Leinwand, 25,5x35,5 cm sig. u. r.: G. Schmitz Rückseite: Inschrift auf
Rahmen: Der alte Segelschiffhaferi vor dem Zollanschluß,
Wintertraumstimmung, Georg Schmitz, 1886 Leihgabe: Borowski, Hamburg
Von 1866 bis 1870 war der Düsseldorfer Schmitz Student an der
dortigen Akademie . Seine Lehrer waren die beiden fruchtbarsten
Vertreter der Düsseldorfer Nazarener Andreas und Carl Müller sowie
Oswald Achenbach. 1876 siedelte er aach Hamburg über.
Sein bisher noch unzulänglich bekanntes Werk umfaßt insbesondere
nieder-nieinische, westfälische und holsteinische Landschaftsmotive,
darunter häufig Wbterlandschaften im Schein der Morgen- oder Abendsonne.
Die von ihm gelegentlich gefertigten großformatigen Küstenlandschaften
erinnern zum Teil an arbeiten gleicher Thematik von Andreas Achenbach.
In seiner Hamburger Zeit wandte sich G. Schmitz auch Einzelmotiven in
den Hamburger Stadttei-*n» dem Hafen und der näheren Umgebung der Stadt
zu. So entstanden u. a. sichten aus dem Gängeviertel und dem Hafen sowie
idyllische Uferland-aaften' an Bille und Luhe. Ausgesprochene
Marinegemälde des Künstlers •tad selten. Die wenigen bekannten Beispiele
zeigen hauptsächlich die Klein-sc«iffahrt, wie z. B. Finkenwerder
Fischerboote vor der Eibmündung und vor Helgoland. — Die Mehrzahl seiner
Gemälde dürfte verschollen sein. Die bekannten Exemplare befinden sich
fast ausschließlich in Privatbesitz. Er starb *ÄL7 in Hamburg.
Eine Darstellung, die die Schwierigkeiten für die Schiffahrt im Hafen
bei winterlichem Eisgang zum Ausdruck bringt. Der Mastenwald der im
winterlichen Niederhafen auf die neue Navigationsperiode wartenden
großen und kleinen Segelschiffe wird überragt von dem hohen, im Dunst
aufragenden lurm des »Michels«. Hölzerne Segelschiffe vne die
einschleppende Schonerbark bestimmen noch das Bild des Hafens, in dem
durch kleine Schlepper mit noch schwachen Dampfmaschinen mühselig das
Eis aufgebrochen und in Bewegung gehalten wird.