|
Strandgut
Öl
auf Leinwand, 48,8 x 88,2 cm sig. u. r.: F. R. Unterberger Sammlung
Bernartz Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven
Der Sohn eines Innsbrucker Kunsthändlers wurde am 15. August 1838
geboren. Ab 1853 war er Schüler der Münchener Akademie. Er wechselte
anschließend an die Akademie in Weimar, folgte seinem Lehrer Lange 1858
nach Mailand, kehrte aber bereits im nächsten Jahr nach München zurück,
ehe er nach Düsseldorf ging. Er schloß sich eng Andreas und Oswald
Achenbach an. Er machte mehrere Studienreisen nach Skandinavien und nach
England und Schottland. 1864 siedelte er nach Brüssel über. Der
naturalisierte Belgier verbrachte jedoch die Sommermonate in
Neuilly-sur-Seine, wo er am 25. Mai 1902 verstarb. Seine Gemälde fanden
auch in Melbourne, Minneapolis und Philadelphia museale Obhut.
Die entfesselte Natur hat sich beruhigt, der Sturm ist abgezogen und
läßt das Schiff, hoch auf die felsige Küste geworfen, als bewegungsloses
Wrack zurück. Scharf heben sich die Konturen des entmasteten
Schiffsrumpfes gegen das unbewegte Meer ab. Einzig die Menschen beleben
diese Szene. Mit Pferd und Wagen sind sie herangekommen, um den
unerwarteten Reichtum abzutransportieren, bevor die Küsten wache
eingreifen kann* Die Feuer in den schnell errichteten Zelten, die in
Familienverbänden zusammengekommenen Menschen und die ohne Ordnung
gestapelten Ladungspartien verleihen der Katastrophe volksfesthafte
Züge. |