|

|
Süderelbe
—
Finkenwerder
Gouache, 36x50 cm sig. u. r.: Geo Wolters Leihgabe: Friedrich
Wilhelm Karting
Unter der Vielzahl der kleineren Segelschiffstypen auf der
Elbe fand der Ewer mit seinen Unterformen die größte
Verbreitung. Gemeinsames Kennzeichen aller Ewer waren die
Seitenschwerter, die die Abdrift der plattbodigen Fahrzeuge
vermindern sollten. Das Fahrzeug links mit dem hohen schmalen
Besan wurde Besanewer genannt. Dagegen handelt es sich bei dem
einmastigen Schiff mit dem Rundheck um eine Binnentjalk, die
nicht den Sprung der größeren Hochseetjalken besaß. Auf den
Elb-1 inseln südlich Hamburgs waren auch Segler wie der kleinere
Fischkutter
I rechts im Bild
beheimatet.
Am 25. Mai 1866 als Sohn des Hamburger Rechtsanwalts Dr.
Georg Wolters geboren, wurde er zunächst Landwirt, ehe er sich
mit 24 Jahren der Malerei zuwandte. Nach einer Studienreise nach
Frankreich erwarb er sich in einem zweijährigen Selbststudium
ein spezifisches Können in der Marinemalerei. Ab 1891 lebte er
an der Außenalster und gab sich ganz seinen Neigungen als
Seefahrer und Seemaler hin. Er erwarb das Kapitänspatent für
Schiffe auf kleiner Fahrt. Später arbeitete er auf einer kleinen
Werft und lernte den praktischen Schiffbau kennen. Er verbrachte
einen großen Teil des Jahres in Finkenwerder und be-faßte sich
mit dem Leben und der Arbeit der Fischer. Viele seiner Gemälde
sind nach England, speziell nach Grimsby, verkauft worden. Im
Speisesaal des Elblotsenhauses in Brunsbüttel hängt noch heute
ein großes Wandgemälde von ihm. Er starb am 3. November 1943. |

|
Böschlotsendampfer vor Brunsbüttel
Gouache, 50x71 cm sig. u. r.: Geo Wolters Leihgabe:
Lotsenbrüderschaft Eibe
Vor der Anpassung des Lotsenwesens an die veränderten
Bedingungen nach 1945 unterschied man zwischen den Seelotsen für
den Einsatz von See nach Brunsbüttel und umgekehrt vom NO-Kanal
nach See und den Revierlotsen. Bei diesen wurde wiederum
zwischen Böschlotsen für den Einsatz von Brunsbüttel elbaufwärts
und den Patentlotsen unterschieden, die von Hamburg bis zum
Feuerschiff Elbe
I
lotsten. Der hier dargestellte kleine Dampfer
war für
diesen Revierlotsendienst vorgesehen und trug auf beiden Seiten
die Aufschrift »Böschlotse«. |

|